Publikationen & Manuskripte

Tierknochenfunde aus der mittelalterlichen Eisenhütte Genoeserbusch bei Peppange, Luxemburg

Küchelmann, Hans Christian (2008): Tierknochenfunde aus der mittelalterlichen Eisenhütte Genoeserbusch bei Peppange, Luxemburg, Bericht an die Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Münster, Bremen

Abstrakt
Von 2003 bis 2005 wurde im Genoeserbusch, einem Wald bei Peppange, Luxemburg die Fundstelle einer hoch- bis spätmittelalterlichen Eisenhütte archäologisch untersucht. Der Fundplatz umfasst eine Fläche von circa 2000 Quadratmetern und zählt zu den größten und fundreichsten mittelalterlichen Eisenschmelzen in Europa. Die zahlreichen Keramikfunde datieren die Fundstelle in eine Zeitspanne von der zweiten Hälfte des 13. bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts. Der Fundort ist unter anderem deshalb von besonderer Bedeutung, weil sich hier die technologische Entwicklung der Eisenproduktion innerhalb eines kurzen Nutzungszeitraumes von 50 Jahren archäologisch dokumentieren ließ. Im Jahr 2005 wurden vereinzelte Knochenfragmente geborgen. Da es sich um eine in dieser Fundstelle sonst nicht erhaltene Fundgattung handelt, sind die Knochen trotz der geringen Fundzahl von speziellem Interesse. Von den neun Fragmenten ließen sich sechs morphologisch einer Art zuordnen, in allen Fällen handelt es sich um Rinderknochen. Zwei der Knochen weisen Schnittspuren auf.

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