Publikationen & Manuskripte

Knochenfunde aus Straguth, Kreis Anhalt-Zerbst

Küchelmann, Hans Christian (2006): Untersuchung von Knochenfunden aus Straguth, Kreis Anhalt-Zerbst, Kurzbericht für das Archäologiebüro Nordholz, Bremen

Abstrakt
Bei einer archäologischen Baubegleitung in Straguth konnten 2005-2006 Siedlungsspuren, Spuren der Metallverarbeitung und Gräber der mittleren Bronze- bis frühen Eisenzeit dokumentiert werden. Eine Grube (Befund 38) enthielt wenige, stark fragmentiere Reste kalzinierter Knochen und wurde vorläufig als Brandschüttungsgrab interpretiert. Zur Überprüfung der Hypothese wurde der gesamte Inhalt der Grube (ca. 221 kg) geschlämmt. Das Substrat enthielt 32 g Knochensplitter, von denen sich nur bei 6 Funden das Skelettelement bestimmen ließ. Die Untersuchung ergab keinen Hinweis auf menschliche Knochen. Belegen ließen sich hingegen Knochen eines mittelgroßen Säugetieres (Schaf, Ziege, Hausschwein oder Reh). Die Interpretation des Befundes als Brandschüttungsgrab wird somit nicht bestätigt.

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